Leipziger Bildungsbericht 2013

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Schulische (Vor-)Bildung und berufliche Ausbildung

Herkunft der Ratsuchenden nach Stadtbezirk und GeschlechtRund 56 % der 348 Erstberatenen in der Leipziger Bildungsberatung besaßen das Abitur bzw. die Hochschulreife, 29 % verfügten über einen mittleren Abschluss. Etwa 7 % erlangten die Fachhochschulreife und nur ca. 2 % hatten einen Hauptschulabschluss. Keinen Schulabschluss wiesen nur 1 % der Nutzer /-innen vor. 5 % machten keine Angabe zur schulischen Vorbildung. Vergleicht man die Schulabschlüsse der Besucher /-innen der Leipziger Bildungsberatung mit dem Bildungsstand der Leipziger Bevölkerung, fällt auch für 2013 auf, dass die Gruppe der Personen mit Hochschul- oder Fachhochschulreife überrepräsentiert ist, da dieser Anteil an der Leipziger Bevölkerung bei rund 34 % liegt. Der Anteil der Leipziger Bevölkerung mit einem mittleren Abschluss von 31 % spiegelte sich so auch unter den Ratsuchenden wieder. Menschen mit Hauptschulabschluss und ohne Schulabschluss waren in der Bildungsberatung unterrepräsentiert. Stadtweit besaßen zum 31.12.2012 21 % der Bevölkerung einen Hauptschulabschluss und 15 % keinen Abschluss.

Beratungsschwerpunkte

Die zentralen Beratungsthemen der Leipziger Bildungsberatung enthielten die berufliche Weiterbildung, die Berufswegeplanung und die Berufsausbildung, welche im Vergleich zum Vorjahr häufiger nachgefragt wurde (vgl. Abb. 6). Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt bildete 2013 das Erkunden von Interessen und Kompetenzen. Der Wunsch nach beruflicher Orientierung / Neuorientierung stieg im Vergleich zum Vorjahr leicht an.
Die Beratungsschwerpunkte „berufliche Neuorientierung“ und „Erkunden von Interessen und Kompetenzen“ bildeten häufig einen Beratungszusammenhang und besaßen einen Anteil 22 % an allen Nennungen. Die Berufswegeplanung spielte als einzelner Beratungsschwerpunkt mit 18 % die wichtigste Rolle. Auffällig ist eine seit 2011 abnehmende Bedeutung von Beratungen zur beruflichen Weiterbildung. Mit 14 % wurde
die Beratung zur Berufsausbildung und mit 13 % wurde die berufliche Weiterbildung nachgefragt. Bezogen auf Erstberatungen konnten deutliche geschlechtsspezifische Interessenunterschiede in Bezug auf die einzelnen Beratungsschwerpunkte identifiziert werden. Unter den Beratungen zum beruflichen Wiedereinstieg und zu Einstiegswegen dominierten die weiblichen Ratsuchenden deutlich mit 86 % bzw. 76 %. Die Schwerpunkte Bewerbungsberatung, berufliche Orientierung, Berufswegeplanung und berufliche Entscheidungsfindung wurden mit über 70 % deutlich überdurchschnittlich von Frauen nachgefragt.

Ziel der angestrebten Weiterbildung

Die Ratsuchenden erschienen überwiegend mit bestimmten Schwerpunktinteressen in der Bildungsberatung. Konkret wurden Informationen zur Weiterbildung überwiegend zu einem gewünschten Ausbildungsweg (berufliche Ausbildung) nachgefragt. Höherqualifizierungen oder zusätzliche Abschlüsse waren von gleichermaßen hoher Bedeutung. Thematisch können die Mehrzahl der angestrebten Ausbildungen, Zusatzqualifikationen und Abschlüsse in den Bereichen Pädagogik / Soziales, Gesundheits- und Pflegewesen sowie dem kaufmännischwirtschaftlichen Bereich verortet werden.

Weitere Informationen zum Leipziger Jahresbericht Bildungsberatung 2013 hier auch als PDF-Download.